Herzlich willkommen in unserer Apotheke
Thema des Monats
Linden-Apotheke
Hauptstraße 323
75223 Niefern-Öschelbronn
Tel.  +49 (0 72 33) 35 25
Fax. +49 (0 72 33) 8 11 03

Unsere Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
  8.30 - 13.00 Uhr und
14.30 - 18.30 Uhr
Samstag
  8.30 - 12.30 Uhr

News

Coronavirus: Augen, Brillen und Kontaktlinsen – was jetzt zu beachten ist

Wir können uns anscheinend auch über die Augen mit Coronaviren infizieren. Sind Brillen hier ein hilfreicher Schutz? Dürfen Kontaktlinsen weiter getragen werden? Was haben die 41 Millionen Fehlsichtigen jetzt zu beachten? Sachliche Informationen gibt das Kuratorium Gutes Sehen.

Aktuell wird angenommen, dass sich Coronaviren hauptsächlich per Tröpfcheninfektion über die Atemwege von Mensch zu Mensch übertragen. Schon der Kontakt des Coronavirus mit der Augenbindehaut soll zur Ansteckung führen können. Sind nun auch hier Schutzmaßnahmen sinnvoll? Und worauf sollten die 41 Millionen Brillen- und Kontaktlinsenträger hierzulande achten? Das Kuratorium Gutes Sehen beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie kommt das Coronavirus an die Augen? Und können Brillen davor schützen? 

Das Coronavirus kann über die Mund- und Nasenschleimhaut in den Körper gelangen. Dass die Augenbindehaut ebenfalls als Eintrittspforte dienen könnte, ist nicht belegt, wird aber derzeit angenommen. An die Augen kommt es entweder über den direkten Weg oder über die Hände. Eine normale Brille könnte eventuell Schutz bieten. Sie hält, wie eine Windschutzscheibe, einen Teil der durch Niesen oder Husten entgegengeschleuderten Tröpfchen von den Augen fern. Zudem bewahrt sie davor, unbedacht die Augen zu reiben. Aber auch eine Brille bietet keine 100-prozentige Sicherheit. 

Haben Kontaktlinsenträger ein höheres Risiko für eine Coronavirus-Infektion als Brillenträger?

Nein. Laut aktueller Verlautbarung des British Contact Lens Association (BCLA) gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass Kontaktlinsenträger einem höheren Risiko für eine Coronavirus-Infektion ausgesetzt sind als Brillenträger. Zudem gibt es keine Anzeichen auf einen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Kontaktlinsen und der Ausbreitung von COVID-19. Deshalb gibt es auch keine Veranlassung, dass das Tragen von Kontaktlinsen von gesunden Personen vermieden werden sollte.

Können Brillen die Infektion übertragen?

Bisher sind dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) keine Fälle bekannt, „dass sich Menschen auf anderem Weg, etwa … durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben.“ Denkbar sind aber Übertragungen über Oberflächen per Schmierinfektion. Regelmäßiges Reinigen von Brillenglas und -fassung ist daher, wie bisher auch, zu empfehlen.

Müssen Brille und Kontaktlinsen jetzt häufiger gereinigt werden?

Hier gelten dieselben Hygieneregeln wie bisher. Brillen mit Spülmittel unter fließendem Wasser reinigen. Je öfter desto besser. Kontaktlinsen werden nur mit sauberen Händen, die mindestens 30 Sekunden mit Seife gewaschen wurden, auf- und abgesetzt. Pflegemittel sollen nur nach Vorschrift benutzt und die Tauschintervalle der Kontaktlinsen genau eingehalten werden. Auch Brillenetui und Kontaktlinsenbehälter müssen sauber sein. Sonst werden sie schnell zu Keimschleudern.

Sollten Brillen jetzt auch desinfiziert werden?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht derzeit keine Notwendigkeit für gesunde Menschen, Desinfektionsmittel im Alltag anzuwenden. Es reicht aus, die allgemeinen Hygieneregeln einzuhalten: Abstand halten, Hände waschen, Gesicht nicht berühren. 

Ist das Tragen spezieller Schutzbrillen sinnvoll?

Menschen, die in Berufen mit höchstem Corona-Risiko arbeiten wie Ärzte, Krankenschwestern oder Altenpfleger, benötigen eine spezielle Schutzausrüstung. Dazu gehört eine entsprechende Schutzbrille ebenso wie Mundschutz, Schutzkittel und Einmalhandschuhe. (KGS)




Lebensstil und chronische Krankheiten: Studie bestätigt Zusammenhang

Wer im mittleren Alter auf einen gesunden Lebensstil achtet, bleibt offenbar bis zu zehn Jahre länger fit und frei von chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Leiden. Das ist das Resultat einer Studie unter Leitung der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston, USA. Zu einem „gesunden“ Lebensstil zählten die amerikanischen Wissenschaftler fünf Faktoren: eine ausgewogene Ernährung, ein gesundes Körpergewicht, ausreichend Bewegung, ein moderater Alkoholkonsum und der Verzicht auf das Rauchen.

Frauen, die im Alter von 50 Jahren vier oder fünf der gesunden Gewohnheiten befolgten, lebten durchschnittlich 10 Jahre länger frei von Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs (34,4 Jahre statt 23,7 Jahre). Als Vergleichsgruppe dienten Frauen, die keinen Faktor eines gesunden Lebensstils erfüllten. Männer konnten durch einen gesunden Lebensstil im mittleren Alter immerhin 7,6 krankheitsfreie Jahre gewinnen (31,1 Jahre statt 23,5 Jahre).

Je mehr dieser fünf Faktoren des gesunden Lebensstils erfüllt wurden, desto höher war in der Studie die Gesamtlebenserwartung. Außerdem verbesserten sich auch die Überlebenschancen nach der Diagnose von chronischen Krankheiten. Allerdings geben die Wissenschaftler im British Medical Journal (BMJ) zu bedenken, dass weitere chronische Erkrankungen wie Nieren- und Atemwegsleiden nicht beachtet wurden. (BfE) 




Coronavirus: Apotheker bitten um Verständnis für Vorsichtsmaßnahmen

Um einer Virusübertragung vorzubeugen haben viele Krankenhäuser, Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen Zugangs- und Abstandsregeln eingeführt. Auch in Apotheken gelten jetzt vielerorts Vorsichtsmaßnahmen, z.B. eine Begrenzung der Zahl an Kunden, die gleichzeitig in der Offizin sein dürfen. „Wir bitten unsere Patienten um Verständnis für diese Maßnahmen. Sie dienen nicht nur dem Schutz des Apothekenteams, das ja auch morgen und übermorgen noch für die Patienten da sein muss. Sie dienen genauso dem Schutz der Menschen, die in die Apotheke kommen, insbesondere der älteren Patienten“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Patienten mit Atemwegsinfekten sollten Apothekenräume derzeit möglichst nicht betreten, egal ob es sich um eine Erkältung oder eine vermutete Corona-Infektion handelt. „Wer erkrankt ist, sollte am besten gesunde Angehörige oder Nachbarn darum bitten, etwas abzuholen. Wir empfehlen, in der Apotheke anzurufen und das Weitere telefonisch abzusprechen“, empfiehlt Schmidt. Viele Apotheken bieten Botendienste an – allerdings wird auch diese Dienstleistung aktuell stark nachgefragt.

Einige Apotheken sind durch die angespannte Personalsituation gezwungen, ihre Öffnungszeiten zu kürzen. Schmidt: „Die Arzneimittelversorgung durch Apotheken ist aber gesichert. Die Apotheken bleiben als systemrelevante Institutionen bundesweit geöffnet und versorgen auch im Nacht- und Notdienst.“ (Abda)




Coronavirus: Atemmasken für Gesunde unnötig

Um sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, brauchen Gesunde in Deutschland nach derzeitigem Wissenstand keine Atemschutzmasken. „Viele Patienten lassen sich durch Berichte in den Medien oder dem Internet verunsichern – seriöse Informationen gibt es in der Apotheke vor Ort“, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. In vielen Apotheken sind Atemschutzmasken inzwischen ausverkauft.

Benkert: „Jeder will sich schützen, das ist verständlich. Aber man muss differenzieren, ob sich ein gesunder Mensch in der Straßenbahn schützen will – oder ob in einer Praxis oder Krankenhausambulanz ein Arzt mit Verdachtsfällen umgeht.“ Das staatliche Robert-Koch-Institut empfiehlt Gesunden nicht, sich vorbeugend mit Atemschutzmasken ausrüsten. Klare Empfehlungen gibt es hingegeben zur Hygiene: Wer sich vor Infektionen mit Atemwegserkrankungen schützen will, sollte auf seine Händehygiene achten und den ohnehin kulturell gebotenen Höflichkeitsabstand zu anderen Menschen im öffentlichen Raum einhalten.

Der chirurgische Mund-Nasen-Schutz, den viele von den Bildern aus China kennen, schützt gesunde Träger nicht zuverlässig vor einer Ansteckung. Er ist dafür konzipiert, die Umwelt vor einem infizierten Träger zu schützen. Ein solcher Schutz kann sinnvoll sein, wenn jemand mit einer Atemwegserkrankung zum Beispiel in einem Wartezimmer sitzt. Damit er effektiv ist, muss der Mund-Nasen-Schutz enganliegend getragen und bei Durchfeuchtung gewechselt werden. Außerdem sollte er nicht mit den Händen berührt werden.

Atemschutzmasken sollen hingegen zum Beispiel Ärzte beim Umgang mit erkrankten Patienten vor Infektionen schützen. Sie werden auch FFP-Masken (filtering face piece) genannt und können das Atmen erschweren. Sie gehören zusammen mit einer Schutzbrille und Handschuhen zur professionellen Schutzkleidung. (ABDA)

 

Weitere Informationen unter https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html




Augenerkrankungen: Die Spreu vom Weizen trennen

Gerötete Augen oder ein Flimmern und Flackern im Sichtfeld, viele Phänomene am Auge sind harmlos und verschwinden von allein wieder. Hinter einigen Symptomen verbergen sich allerdings auch Warnsignale auf schwere Augenerkrankungen. Doch wann sollte man einen Arzt aufsuchen, wann abwarten?

Wachsam sein

Viele Augenerkrankungen entwickeln sich schleichend, einige verursachen auch keine Schmerzen. Warnsignale, die auf eine ernstzunehmende Augenerkrankung hinweisen könnten, werden daher nicht immer umgehend von den Betroffenen wahr- oder entsprechend ernstgenommen. Die Folgen können allerdings verheerend sein, denn manche Schäden lassen sich nicht mehr korrigieren. Hinter vermeintlich kleinen Beschwerden kann beispielsweise eine Verletzung der Netzhaut stecken, die in der Regel schmerzfrei abläuft. „Warnsignale für eine Verletzung oder Ablösung der Netzhaut können helle Lichtblitze, ein Flimmern oder auch viele kleine dunkle Punkte, ein sogenannter Rußregen, sein“, erklärt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer. Auch ein Schatten, der sich seitlich ins Gesichtsfeld schiebt, sollte dringend vom Augenarzt untersucht werden. „Phänomene wie Lichtblitze können auch ganz harmlose Ursachen haben, beispielsweise, wenn der Glaskörper mit zunehmendem Alter schrumpft und dadurch an der Netzhaut gezogen wird. Die Beschwerden sollten jedoch genauer untersucht werden. Es kann sich bei Lichtblitzen nämlich auch um Vorboten einer an sich schmerzlosen Ablösung der Netzhaut handeln. Diese kann zu einer starken Sehbehinderung oder sogar zu einer Erblindung führen“, warnt Marschall.

Kurzfristiger Sehverlust und Glaukom

Kopfschmerzen, die mit Übelkeit und starken Augenschmerzen einhergehen, können Hinweise auf einen Grünen Star (Glaukom) sein. Manche Betroffene klagen zuvor über verschwommene Sicht oder sehen regenbogenfarbige Ringe. Häufig ist das Auge gerötet und tränt. Ursache dafür ist ein stark erhöhter Augeninnendruck. Wird er nicht innerhalb von kurzer Zeit mithilfe von speziellen Augentropfen wieder gesenkt, kann der betroffene Sehnerv dauerhaft Schaden nehmen. Auch ein plötzlicher Sehverlust auf nur einem Auge sollte ärztlich untersucht werden. „Viele Menschen nehmen einen kurzfristigen Sehverlust, der sich innerhalb von Sekunden oder Minuten von selbst wieder zurückbildet, auf die leichte Schulter. Allerdings kann es sich dabei um Hinweise auf einen bevorstehenden Schlaganfall handeln, denn oft sind Durchblutungsstörungen von Netzhautgefäßen oder von Halsarterien die Ursache“, so Marschall.

Regelmäßig zum Augenarzt

Für manche Menschen ist das Risiko, an einer ernsten Augenerkrankung zu erkranken, höher als für andere. Dazu zählen beispielsweise Patienten mit Diabetes mellitus oder auch Bluthochdruck. Auch das Alter ist ein Risikofaktor für Augenerkrankungen. Marschall rät daher vor allem diesen Risikopatienten und ab einem Alter von etwa 40 Jahren mindestens einmal pro Jahr bei einem Augenarzt einen Kontrolltermin zu vereinbaren, um den Augenhintergrund fachärztlich untersuchen zu lassen. Der Augenarzt kann mithilfe spezieller Untersuchungsmethoden prüfen, ob eine Glaskörpertrübung oder andere Erkrankungen der Netzhaut und der Augenlinse vorliegen. (Barmer)




Händewaschen schützt vor Atemwegsinfektionen – auch mit Corona-Viren

Wie kann ich mich vor einer Infektion mit den neuartigen Coronaviren schützen? Diese Frage hören aktuell viele Apothekenteams. „Die allgemeinen Hygieneregeln können vor Infektionen der Atemwege schützen. Diese Regeln sind bei allen Atemwegsinfekten gleich, egal ob man sich vor einer Erkältung, einer Grippe oder einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen will“, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.

Man sollte sich oft die Hände waschen. Wasser und Seife reichen dafür aus – antimikrobielle Zusätze sind in aller Regel nicht notwendig. Die Temperatur des Wassers spielt keine Rolle. Das Händewaschen sollte mindestens 20 Sekunden dauern. Benkert: „Man muss dafür nicht auf die Uhr sehen. Einfach zweimal das Lied ‚Happy Birthday‘ summen, das entspricht 20 Sekunden.“ Nach dem Waschen die Hände gründlich abtrocknen.

 Wer niesen oder husten muss, sollte möglichst Abstand zu anderen Menschen halten, sich wegdrehen und ein Einwegtaschentuch benutzen. Ist kein Taschentuch greifbar, kann man Nase und Mund zur Not mit der Armbeuge abdecken. Nach dem Husten, Niesen und dem Naseputzen sollte man sich zudem möglichst umgehend die Hände waschen.

In Deutschland wird derzeit nicht empfohlen, dass Gesunde einen Mundschutz tragen sollen, um einer Infektion aus dem Weg zu gehen. Benkert: „Es gibt eine Impfung gegen die saisonale Influenza – wer noch nicht geimpft ist, kann das jetzt noch nachholen. Gegen das Corona-Virus gibt es derzeit noch keine spezielle Impfung.“

Wer sich trotz aller Vorsicht mit einer Atemwegserkrankung infiziert hat, sollte möglichst Abstand zu anderen Menschen halten und zu Hause bleiben. Die Erkrankungen werden je nach Beschwerden symptomatisch behandelt. (ABDA)




Fitness ist wichtiger als BMI – körperliche Aktivität fördert Gesundheit

Unsere Ernährungsweise und eine unzureichende körperliche Aktivität sind mit verantwortlich an der Entwicklung von Übergewicht und der Zunahme chronischer Wohlstandserkrankungen. „Dazu gehört vor allem das sogenannte metabolische Syndrom“, so der Kardiologe und Sportmediziner Professor Dr. Daniel König, von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, anlässlich der Arbeitstagung „Sporternährung praxisnah“, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die kürzlich in Bonn stattfand.

Das metabolische Syndrom ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Krankheiten und Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen. Dazu zählen zu viel Bauchfett, Bluthochdruck, erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte, was mit einem erhöhten Sterblichkeitsrisiko einhergeht. Aktuellen Schätzungen zufolge weisen 15 bis 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland ein metabolisches Syndrom auf. Durch regelmäßige körperliche Aktivität und eine Gewichtsreduktion wird die Risikokonstellation chronischer Erkrankungen auf vielfältige Weise positiv beeinflusst.

Körperliche Fitness zusammen mit einer Gewichtsreduktion ist das Optimum. Aber: Fitness ist nicht gleich Fitness. Der Fachmann spricht hier von der kardiorespiratorischen Fitness. Sie bezeichnet, wie gut die Atmung und der Blutkreislauf in der Lage sind, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Ein in diesem Sinne „fitter Mensch mit leichtem Übergewicht ist besser dran, als ein schlanker unfitter Mensch“, so Professor König.

Viele epidemiologische Studien zeigen eine teilweise deutliche Abnahme chronischer Erkrankungen bei sportlich aktiven Menschen. Um das notwendige Maß an Fitness zu erreichen, ist ein zusätzlicher Energieumsatz von circa 1.000 bis 1.500 Kilokalorien/Woche durch körperliche Aktivität notwendig. Das erreicht man durch 5-mal Sport pro Woche à 45 Minuten mit moderater Intensität oder 3-mal Sport pro Woche à 45 Minuten mit hoher Intensität. Moderat heißt: man kann sich beim Laufen, Radfahren usw. noch ohne Anstrengung mit seinem Nebenmann/seiner Nebenfrau unterhalten.

Aktivitäten darüber hinaus bringen nicht viel. „Andererseits“, so König, „besitzt der Körper auch keinen Memory-Effekt.“ Das heißt, wenn die körperlichen Aktivitäten nachlassen oder aufhören, gehen die einmal erreichten positiven Effekte auch wieder verloren. (BZfE)




Kinder nicht als Boten in die Apotheke schicken

Eltern sollten ihre Kinder besser nicht als Boten in eine Apotheke schicken. Darauf macht eine aktuelle Arbeitshilfe der Bundesapothekerkammer aufmerksam. Gegen den Botendienst von Kindern und Jugendlichen spricht einiges: „Wie soll ein Apotheker einen erwachsenen Patienten beraten, wenn er nur mit dessen Kind spricht? Kinder...

» weiterlesen


Jetzt ist Nuss-Zeit: Energiereich und vielseitig

Der Maronenverkäufer auf dem Märkten, Haselnüsse und Walnüsse auf dem bunten Weihnachtsteller, Weihnachtsgebäck mit Nüssen... Nüsse gehören ohne Frage zur Weihnachtszeit einfach dazu. Nüsse sind außerordentlich energiereich. Sie haben einen hohen Gehalt an einfach und mehrfach...

» weiterlesen


Mundgeruch ade! Gute Mundhygiene hilft

Mundgeruch ist unangenehm, kann aber oft leicht aus der Welt geschafft werden, wenn das Problem erstmal erkannt ist. Häufig ist mangelnde Mundhygiene die Ursache für Mundgeruch, den viele Betroffenen zunächst gar nicht selbst bemerken. Um ganz sicher zu gehen, sollte man seine Zahnputzgewohnheiten überdenken, und ein paar Tipps beachten.

Wo kommt er her? 

„Die Ursache für Mundgeruch liegt fast immer im Mund- und Rachenraum. Dort leben viele Bakterien, die Speisereste verwerten. Einige von ihnen setzen die unangenehmen riechenden Schwefelverbindungen frei. Nimmt ihre Zahl überhand, weil sie nicht regelmäßig und gründlich beseitigt werden, kommt es zu Mundgeruch“, erklärt Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der BARMER.

Besonders gut können sich die Bakterien an Stellen festsetzen, an die wenig Sauerstoff und nur schwer eine Zahnbürste gelangt. Das sind beispielsweise Zahnzwischenräume oder auch an Stellen mit Karies, schadhaftem Zahnersatz oder an Prothesen. Immer mehr in den Vordergrund ist allerdings auch die Zunge als Ursache für Mundgeruch gerückt. Sie enthält tiefe Furchen, in denen sich vor allem im hinteren Rachenbereich leicht bakterielle Beläge bilden können. Diese werden beim normalen Zähneputzen nicht entfernt.

Maßnahmen zusätzlich zum Zähneputzen

Wer Mundgeruch vorbeugen oder ihn bekämpfen möchte, sollte vor allem seine tägliche Mundhygiene entsprechend anpassen. Empfohlen wird mindestens zweimal tägliches Zähneputzen, vor allem nach den Mahlzeiten. Dabei sollte man nach dem Genuss von Zitrusfrüchten mindestens eine Stunde warten, um den Zahnschmelz zu schonen. Eine Alternative ist die Zahnreinigung vor den Mahlzeiten und Ausspülen der Speisereste nach dem Essen mit Wasser. Das entfernt die bakteriellen Beläge bereits vor dem Essen und verhindert den Verlust am Zahnschmelz gelöster Mineralstoffe durch die Zahnbürste.

Besonders effizient sind elektrische Zahnbürsten mit mittlerer Härte und einem nicht zu großen Bürstenkopf. Die benutzte Zahnpasta sollte idealerweise Fluorid enthalten, um die Zähne vor Karies zu schützen. Zusätzlich sollte man aus den Zahnzwischenräumen Speisereste mithilfe von Zahnseide oder speziellen Interdentalbürsten entfernen. Auch die Zunge kann mit geeigneten Hilfsmitteln gereinigt werden. „Mit speziellen Zungenbürsten oder -schabern, aber auch mit der eigenen Zahnbürste kann man Zungenbeläge leicht selbst entfernen. Dazu sollte an vor allem - soweit es geht - den hinteren Teil der Zunge reinigen“, erklärt Petzold. Mittlerweile wird auch der Gebrauch von Mundspüllösungen empfohlen, die mit den enthaltenen antibakteriellen Wirkkomplexen der Belagbildung Einhalt gebieten sollen.

Welche Lösungen für den dauerhaften Gebrauch geeignet sind, sollte man mit dem behandelnden Zahnarzt besprechen. Im Alltag lässt sich die Entstehung von Mundgeruch auch vermeiden, wenn man auf Alkohol, Kaffee und süße oder scharfe Speisen verzichtet und das Rauchen reduziert. Viel Wasser und Tee trinken sind hingegen hilfreich. Außerdem gibt es spezielle Kaugummis, Lutschtabletten, Zahnpasta und Mundspülungen, die Zink enthalten und dadurch gegen Mundgeruch wirken sollen. (Barmer) 




Pflanzliche Schmerzmittel: Beratungsintensive Alternativen: Reichhaltige Palette natürlicher Schmerzmittel

Gegen fast jeden Schmerz ist auch ein Kraut gewachsen, weiß der Volksmund und tatsächlich hat die Natur zahlreiche Schmerzmittel zu bieten. So gelten beispielsweise Gewürznelken als eine natürliche Waffe gegen Zahnschmerzen. Denn sie enthalten verschiedene ätherische Öle, darunter unter anderem Eugenol, dem eine betäubende Wirkung zugeschrieben wird. Nelkenöl soll auch bei entzündetem Zahnfleisch helfen und Kopfschmerzen lindern. Dazu tupft man das Öl einfach vorsichtig auf die betroffenen Stellen und reibt es sanft ein. 

Zwiebeln, Minze und Kräuter

Ein weiteres altbekanntes Mittel sind Zwiebeln. Die gleichen anti-oxidativen Schwefelverbindungen, die den typischen Geruch der Zwiebel verursachen, lindern Ohrenschmerzen. Angewendet wird die Zwiebel, indem man sie klein schneidet, in ein Baumwolltuch wickelt und das erwärmte Säckchen auf das betroffene Ohr legt. Ein weiteres oft genutztes pflanzliches Schmerzmittel ist Pfefferminzöl. Als Alternative zu handelsüblichen Wirkstoffen kann es vor allem Spannungskopfschmerzen dämpfen. Dazu verreibt man ein paar Tropfen des Öls auf Schläfen und Stirn. „Pfefferminzöl kann die Haut reizen. Daher sollte man es mit einem anderen Öl wie Mandelöl verdünnen“, rät Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER. Wer Rosmarin als Küchengewürz schätzen gelernt hat, kann ihm zusätzlich positive Seiten als pflanzliches Schmerzmittel abgewinnen. Das mediterrane Gewürz kann Rückenschmerzen mildern. Die ätherischen Öle und Bitterstoffe darin sollen die Durchblutung fördern, was positiv auf Rückenleiden wirkt. Auch Rosmarin wird als verdünntes Öl auf die schmerzenden Körperpartien aufgetragen.

Realistische Erwartungen – fragen Sie Ihren Apotheker

Doch auch pflanzliche Schmerzmittel sollte man nicht unkritisch verwenden. Die Expertin empfiehlt deshalb, sich vorab in der Apotheke zu informieren. „Die Beratung in der Apotheke stellt sicher, dass Patientinnen und Patienten umfassend erläutert bekommen, welche Präparate ihnen helfen und wie sie richtig angewendet werden“, so Günther. So manchem pflanzlichen Schmerzmittel werden Wirkungen nachgesagt, die bislang nicht wissenschaftlich belegt werden konnten. Ein Beispiel dafür ist die Teufelskralle. Sie soll bei Gelenkschmerzen helfen, wie sie etwa bei Arthrose entstehen. „Es gibt verschiedene Präparate, die Auszüge aus der Wurzel der Teufelskralle enthalten. Es ist zwar plausibel, aber nicht ausreichend belegt, dass sie gegen schmerzende Gelenke helfen“, stellt Günther klar. Sinnvoll ist es zudem, bei den Erwartungen realistisch zu bleiben, bis wann ein Präparat wirkt. Ein Beispiel dafür ist die Weidenrinde. Vor allem dem darin enthaltenen Wirkstoff Salicin schreibt man schmerzlindernde Wirkung zu, aber eben erst nach längerer Anwendung. Rheumapatienten sollten daher erst nach zwei bis sechs Wochen spüren, wie ihre typischen Arthroseschmerzen nachlassen. „Extrakte der Weidenrinde sollten wegen ihrer langfristigen Wirkung zusammen mit den in solchen Fällen üblichen entzündungshemmenden Arzneimitteln genommen werden“, rät Günther.

Lange Tradition

Schon unsere Vorfahren haben darauf vertraut, Schmerzen mit den Wurzeln von Beinwell oder Teufelskralle, mit Weidenrinde und Co. zu lindern. Wer auf pflanzliche Schmerzmittel setzt, sollte nicht vergessen, dass es sich dabei um Medikamente handelt. Sie können Nebenwirkungen haben, mit anderen Medikamenten reagieren und sollten daher nur nach gründlicher Beratung durch Arzt oder Apotheker genommen werden. (Barmer)




Haut im Winter: Besonders anspruchsvoll

Im Winter benötigt die Haut besonders intensive Pflege. Mit den sinkenden Außentemperaturen und der trockenen Luft verringert die Haut ihre Produktion von Talg, der die Haut geschmeidig hält. Zusätzlich verliert die Haut mehr Feuchtigkeit als im Sommer, und sie wird durch die großen Temperaturunterschiede zwischen...

» weiterlesen


Hätten Sie es gewusst? Was macht ASS so besonders?

Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER: Acetylsalicylsäure (ASS) ist eines der bekanntesten Medikamente der Welt, weil es in vielen medizinischen Bereichen angewendet wird. Die in ASS enthaltene Salicylsäure ist Bestandteil der Weidenrinde, die Menschen schon seit hunderten von Jahren bei verschiedenen Krankheitsbildern mit Schmerzen und Fieber einsetzen.

Schon der griechische Arzt Hippokrates soll im Altertum ein Extrakt aus Weidenrinde genutzt haben, um Patienten mit Rheuma zu behandeln. Pharmazeutisch gehört ASS zu der Gruppe der Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), zu denen auch Diclofenac und Paracetamol zählen. Neben seiner schmerzlindernden und fiebersenkenden Wirkung wird es heute auch zur Therapie von Entzündungen und zur Blutverdünnung eingesetzt.

In geringer Dosierung kann es daher verabreicht werden, um entsprechend gefährdete Personen vor Schlaganfall oder Herzinfarkt zu schützen. Heutzutage erhält man ASS ohne Rezept ganz unkompliziert in der Apotheke, als Tablette oder auch Pulver. Doch der Weg von der Gewinnung der Salicylsäure aus Weidenrinde im Altertum bis hin zur Herstellung im Labor war lang: Erst 1897 wurde ASS in Wuppertal als Pulver synthetisiert, und ein Jahr später entstand die erste Tablette. (Barmer)




Magermilch für Kinder unsinnig?: Keine sicheren Belege für Übergewichtsprävention

Logisch wäre es anzunehmen, dass Kinder, die Magermilch statt Vollmilch trinken, weniger zu Übergewicht neigen. Mit der Devise: „Jedes eingesparte Gramm Fett ist ein gutes Gramm Fett“ kommt man aber offenbar zukünftig bei der Aufstellung von Ernährungsempfehlungen nicht ohne Weiteres zu einem guten Ergebnis. Das ist das Fazit einer Auswertung von 28 verfügbaren Studien zur Auswirkung von Magermilchkonsum bei Kindern im Vergleich zum Verzehr von Vollmilch.

Am kanadischen St. Michaels Hospital in Toronto machte man sich die Mühe, verfügbare Ergebnisse zu diesem Thema zu sichten und wissenschaftlich auszuwerten. Das Erstaunliche: Kinder, die Vollmilch tranken, hatten laut Studienlage sogar eine 40-prozentig geringere Wahrscheinlichkeit für Übergewicht als die Magermilchkonsuenten. Insgesamt waren in allen Studien 21.000 Kinder zwischen einem und achtzehn Jahren involviert. Mehr als die Hälfte der Studien legten den beschriebenen Effekt nahe.

Eine echte Herausforderung für kanadische und internationale Richtliniengeber zum empfohlenen Milchverzehr, finden die Auswerter der Studien. Denn Fakt ist, dass Kinder, die den aktuellen Verzehrsempfehlungen folgten und zu Magermilch wechselten, nicht etwa schlanker wurden. Zu den möglichen Ursachen dieser vermeintlich unlogischen Zusammenhänge gebe es leider derzeit keine Erkenntnisse. Und so müssen die Wissenschaftler auch das Fazit etwas relativieren – denn alle bisherigen Studien seien rein beobachtungsbasiert. Die Wissenschaftler können bisher nicht ausschließen, dass die Vollmilch möglicherweise mit einem anderen Einflussfaktor verbunden ist, der so nicht augenscheinlich ist. Man erhoffe sich deshalb für die Zukunft randomisierte Kontrollstudien, um handfeste Erklärungen erbringen zu können. (BZfE) 




Rote Bete: Neue Sorten für bunte Vielfalt

Wie manch andere alte Gemüseart erlebt die Rote Bete schon seit einigen Jahren eine Renaissance in der Küche. Dabei trifft man die klassischen Sorten mit rot durchgefärbtem Fleisch immer öfter in Gesellschaft ihrer anders gefärbten Schwestern im Bioladen oder auf Wochenmärkten an. Sorten wie die...

» weiterlesen


Händewaschen schützt vor Atemwegsinfektionen – auch mit Corona-Viren

Wie kann ich mich vor einer Infektion mit den neuartigen Coronaviren schützen? Diese Frage hören aktuell viele Apothekenteams. „Die allgemeinen Hygieneregeln können vor Infektionen der Atemwege schützen. Diese Regeln sind bei allen Atemwegsinfekten gleich, egal ob man sich vor einer Erkältung, einer Grippe oder einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen will“, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.

Man sollte sich oft die Hände waschen. Wasser und Seife reichen dafür aus – antimikrobielle Zusätze sind in aller Regel nicht notwendig. Die Temperatur des Wassers spielt keine Rolle. Das Händewaschen sollte mindestens 20 Sekunden dauern. Benkert: „Man muss dafür nicht auf die Uhr sehen. Einfach zweimal das Lied ‚Happy Birthday‘ summen, das entspricht 20 Sekunden.“ Nach dem Waschen die Hände gründlich abtrocknen.

Wer niesen oder husten muss, sollte möglichst Abstand zu anderen Menschen halten, sich wegdrehen und ein Einwegtaschentuch benutzen. Ist kein Taschentuch greifbar, kann man Nase und Mund zur Not mit der Armbeuge abdecken. Nach dem Husten, Niesen und dem Naseputzen sollte man sich zudem möglichst umgehend die Hände waschen.

In Deutschland wird derzeit nicht empfohlen, dass Gesunde einen Mundschutz tragen sollen, um einer Infektion aus dem Weg zu gehen. Benkert: „Es gibt eine Impfung gegen die saisonale Influenza – wer noch nicht geimpft ist, kann das jetzt noch nachholen. Gegen das Corona-Virus gibt es derzeit noch keine spezielle Impfung.“

Wer sich trotz aller Vorsicht mit einer Atemwegserkrankung infiziert hat, sollte möglichst Abstand zu anderen Menschen halten und zu Hause bleiben. Die Erkrankungen werden je nach Beschwerden symptomatisch behandelt. (ABDA) 




Hätten Sie es gewusst ... Schützt warme Kleidung eigentlich vor Erkältung ...

Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der Barmer: „Für das Auftreten von einem grippalen Infekt sind krankheitsauslösende Viren oder Bakterien verantwortlich. Im Fall von Schnupfen und Co. sind das meist sogenannte Rhinoviren, die viele Menschen sowieso immer in sich tragen, oder die über Tröpfchen von Mensch zu Mensch...

» weiterlesen


Hätten Sie's gewusst? Schließt Käse wirklich den Magen?

Micalea Schmidt, Ökotrophologin bei der BARMER: „Wirklich wissenschaftliche Belege gibt es nicht, aber wahrscheinlich geht die bekannte Redewendung, dass Käse den Magen schließt, auf den römischen Gelehrten Plinius zurück. Dieser soll bereits vor 2000 Jahren am Ende jeder Mahlzeit Käse gegessen und anschließend ein angenehmes Sättigungsgefühl verspürt haben.

Kein Wunder, denn wie man heute weiß, löst der Verzehr von Käse im menschlichen Verdauungstrakt eine hormonelle Reaktion aus. Konkret wird bei der Verdauung des oft fettreichen Käses unter anderem das Hormon Enterogastron freigesetzt. Es sorgt dafür, dass sich der Muskel zwischen Magen und Darm, der sogenannte Magenpförtner, zusammenzieht. Dadurch wird der Speisebrei langsamer weitertransportiert, so dass sich die Verdauung verzögert. Die so entstehende anhaltende Magenfülle wird von verschiedenen Sensoren registriert und an das Gehirn weitergeleitet. Als Reaktion breitet sich ein Sättigungsgefühl aus.“ (Barmer)




Typ-1-Diabetes bei Kindern: Ein (fast) normales Leben

Wenn Kinder oder Jugendliche an Diabetes Typ 1 erkranken, sind oft vor allem die Eltern erst einmal geschockt. Doch obwohl sich nach der Diagnose tatsächlich vieles verändert, können die jungen Patienten heute ein fast normales Leben führen.

Was zeigt sich?

Die ersten Anzeichen für eine mögliche Typ-1-Diabetes-Erkrankung sind meist noch sehr unspezifisch: Betroffene Kinder verspüren enormem Durst, haben einen verstärkten Harndrang und fühlen sich ständig schlapp, obwohl sie ausreichend schlafen. Wenn aber ihr Atem nach Azeton riecht, sollten Eltern mit ihrem Nachwuchs unbedingt einen Arzt aufsuchen. Bestätigt dieser die Diagnose Diabetes Typ 1, verändert sich das Leben aller Beteiligten. „Besonders die Eltern sind anfangs geschockt und fragen sich, wie es denn nun weitergehen soll. Manche machen sich auch Vorwürfe, weil sie glauben, etwas in der Ernährung falsch gemacht zu haben. Dabei wird die Autoimmunerkrankung weder durch zu viel Essen noch durch zu viel Zucker ausgelöst. Sie lässt sich nicht verhindern und leider auch nicht heilen“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer.

Wissen schützt vor Unsicherheit

Mit modernen Therapien und Medikamenten lässt sich die Krankheit heutzutage jedoch sehr gut behandeln. Der erste Schritt ist eine umfassende Schulung, in der Eltern und Patienten auf den Alltag mit Diabetes vorbereitet werden. Darin wird ihnen unter anderem beigebracht, wie und wann sie den Blutzucker messen sollen, wie sie die benötigte Insulindosis berechnen können und wie sie sich das Insulin richtig verabreichen. Dafür lernen sie den richtigen Umgang mit einem Insulin-Pen, mit dem sie sich das Insulin selbst spritzen können. Alternativ kann es auch über eine Insulinpumpe verabreicht werden, die über eine kleine Nadel dauerhaft mit dem Bauchfett verbunden ist und dort automatisch Insulin abgibt. „Eltern neigen dazu, ihr Kind aus Unsicherheit, in Watte zu packen. Das ist aber der falsche Weg. Sobald die Therapie für alle Beteiligten zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist, kann auch wieder ein normaler Alltag mit Verabredungen, Sport und Spaß geplant werden“, so Marschall.

Für den Notfall gerüstet

Trotz aller Vorsicht kann es dennoch in Ausnahmesituationen zu einer Unter- oder Überzuckerung kommen, etwa durch eine falsch berechnete Insulindosis, Stress, Überanstrengung beim Sport oder auch durch Bewegungsmangel.  Um dann richtig reagieren zu können, sollten neben den jungen Patienten selbst auch ihre Freunde, vor allem aber auch Lehrer und weitere Bezugspersonen wissen, wie sie solche Notfälle früh erkennen und sich dann verhalten sollten. „Wer weiß, worauf zu achten ist, hat mehr Sicherheit im Alltag. So können etwa Zittern, starkes Schwitzen, Blässe, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen oder Heißhunger auf eine Unterzuckerung hinweisen. In leichten Fällen kann sie mit einem zuckerhaltigen Getränk, Traubenzucker oder einem Riegel Schokolade ausgeglichen werden. Bei starken Symptomen, wenn das Kind verwirrt erscheint oder gar ohnmächtig wird, sollte unbedingt einen Notarzt gerufen werden“, erklärt Marschall.  Aber auch eine Überzuckerung kann gefährlich werden. Die typischen Symptome dafür sind starker Durst, Übelkeit und häufiger Harndrang. Dann gilt es sofort den Blutzucker zu messen und gegebenenfalls Insulin zu verabreichen. Außerdem sollte ein möglicher Flüssigkeitsmangel ausgeglichen werden. Bei starken Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Mit diesem Notfallwissen können junge Diabetes-Patienten übrigens auch an Ausflügen, mehrtägigen Klassenfahrten oder Jugendfreizeiten teilnehmen. Marschall empfiehlt dennoch im Vorfeld das Programm, vor allem hinsichtlich der körperlichen Belastung wie Wanderungen oder Klettertouren, zusammen mit den Aufsichtspersonen zu besprechen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann dafür auch einen Diabetes-Berater hinzuziehen.

Was ist Typ-1-Diabetes?

Diabetes vom Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, in deren Folge die Bauchspeicheldrüse kein Insulin produziert. Der Körper benötigt Insulin, um den mit der Nahrung aufgenommenen Zucker in die Zellen schleusen zu können, wo aus ihm Energie gewonnen wird. Fehlt es, wird der Zucker im Blut nicht

abgebaut, wodurch Lebensgefahr bestehen kann. Typ-1-Diabetiker müssen daher täglich eine gewisse Menge an Insulin zuführen, die sich aus der Höhe des Blutzuckerspiegels ergibt. Dieser muss entsprechend häufig gemessen werden. (Barmer)




Trendlebensmittel Hanf: Eine Pflanze mit vielen Gesichtern

Hanf in der Schokolade, Hanf in Drinks, Hanf in Müsliriegeln – es gibt sogar ein Hundefutter, das Hanf enthält. Angepriesen wird Hanf als Superfood und in der Werbung wird außerdem oft mit den Klischees gespielt, die um die Hanfpflanze kreisen. Dazu gehört die berauschende Wirkung. Die Packung einer Bratwurst mit Hanf zieren beispielsweise Bilder der charakteristischen, handförmigen Blätter der Hanfpflanze und ein Reggae-Motiv.

Tatsache ist, dass Hanf (botanisch: Cannabis) eine Kulturpflanze mit langer Tradition und vielfältiger Verwendung ist. Aus den Fasern können Seile hergestellt und aus den Samen kann Öl gepresst werden. Die Blätter und Blüten werden zur Herstellung von Rausch- und Arzneimitteln verwendet. Der Wirkstoff, der hier zum Tragen kommt, ist Tetrahydrocannabinol (THC). Doch eines ist sicher: Die Bratwurst hat keine berauschende Wirkung, denn in der Bratwurst ist nur Hanföl. Außerdem ist in Europa nur der Anbau von Faserhanfsorten mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,2 Prozent erlaubt.

Doch wie „gesund“ ist Hanf? Unstrittig ist, dass Hanfsamen und das daraus gewonnene Öl viele wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Hanfsamen weisen genauso wie Sesam oder Leinsamen hochwertige Fette, einen hohen Eiweißgehalt und je nachdem, ob sie geschält sind oder nicht, auch einen hohen Ballaststoffgehalt auf. Hanfsamenöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren (circa 80 Prozent) und enthält wichtige essenzielle Fettsäuren wie Linolsäure (circa 60 Prozent) und ?-Linolensäure (circa 20 Prozent.) Außerdem enthält das Öl viel B-Vitamine und Vitamin E, sowie die Mineralstoffe Calcium, Magnesium und Eisen.

Hanfsamen selbst enthalten übrigens von Natur aus kein THC. Es ist jedoch möglich, dass bei der Ernte die Samen mit anderen Pflanzenteilen, die einen höheren THC-Anteil haben, in Berührung kommen. Dazu gehören die Blüten, Blätter oder Stängel. So kann es passieren, dass sich THC in nachweisbaren Mengen in Hanfsamen und daraus hergestellten Lebensmitteln findet.

Bisher gibt es europaweit keinen einheitlichen Grenzwert für THC in Lebensmitteln. Es gibt jedoch Richtwerte des ehemaligen Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (heute: Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR), die Herstellern und der Lebensmittelüberwachung als Orientierung dienen. Es sind 0,005 mg/je Kilogramm für nicht alkoholische und alkoholische Getränke, 5 mg/kg für Speiseöle und 0,15 mg/kg für alle anderen Lebensmittel. Das BfR gab in einer Stellungnahme im November 2018 bekannt, dass THC-Gehalte in vielen hanfhaltigen Lebensmitteln zu hoch und gesundheitliche Beeinträchtigungen möglich seien. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann anstelle von Hanfsamen auf die ernährungsphysiologisch ebenfalls wertvollen Nüsse sowie Lein- und Sesamsamen zurückgreifen. Eine gute Alternative zu Hanföl sind Walnuss- oder Leinöl. (BfZE)




Was Hänschen nicht lernt…: US-Studie zu Hunger nach Süßem bei Kleinkindern

Die alte Weisheit „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ kann man einer neuen US-Studie zufolge auch getrost umdrehen, wenn es um den Genuss von Zucker in Nahrungsmitteln geht: „Was Hänschen schon früh lernt – das verlernt er nicht mehr“. Untersuchungen des „National Centers for...

» weiterlesen


Blasenentzündung bei Kindern: Symptome richtig deuten

Harnwegsinfekte sind oft eine schmerzhafte Angelegenheit. Eine Blasenentzündung ist zwar meist leicht zu behandeln, allerdings besteht die Gefahr, dass sich die Entzündung auf die Nieren ausweitet. Vor allem bei Säuglingen und sehr kleinen Kindern, die sich aufgrund ihres Alters noch nicht klar äußern können,...

» weiterlesen


Hülsenfrüchte für Abwechslung auf dem Speiseplan: Süß oder herzhaft kochen mit Linsen, Erbsen und Co.

Die Corona Pandemie verlangt vieles von uns: Es gilt den Alltag in Home-Office mit und ohne Kinder zu organisieren. Für viele Menschen fällt der lang ersehnte Urlaub aus. Auch was das tägliche Essen in den eigenen vier Wänden angeht, ist nun einige Kreativität und Abwechslung gefragt. Wie wäre es hier zum Beispiel mit Hülsenfrüchten auf dem Speisenplan? Diese verwandeln sich zu vielseitigen und kreativen Gerichten und bringen dazu noch ein wenig internationalen Flair in die heimische Küche.

Die marokkanische Harira, eine Linsensuppe aus roten Linsen ist zum Beispiel schnell zubereitet. Selbstgemachter Hummus aus Kichererbsen kommt ursprünglich aus Vorderasien, ist aber auch hierzulande sehr beliebt. In einer Eiswürfelform eingefroren, taut der Dip portionsweise auf. Das passt u.a. zu Gemüsesticks oder auf Brot. Als Fleischalternative verwandeln sich braune Linsen in eine leckere Bolognese für die ganze Familie. Im Übrigen schmecken Hülsenfrüchte auch in Süßspeisen, zum Beispiel als Brownies. Rezepte gibt es reichlich – egal ob in Kochbüchern oder im Internet. 

Zum Beispiel auch auf https://in-form.de/rezepte/

Es gibt eine Vielzahl guter Gründe, es mit den kleinen Runden einmal zu probieren. Hülsenfrüchte enthalten viel hochwertige Proteine und sind daher auch ein idealer Fleischersatz, mit langer Sättigung inklusive.

Neben den vielen positiven Eigenschaften scheut der/die ein oder andere jedoch auch die unschönen Nebeneffekte. Bedingt durch den hohen Ballaststoffanteil treten bei einigen Menschen Blähungen auf. Doch was viele nicht wissen, je öfter Hülsenfrüchte verzehrt werden, desto eher gewöhnt sich der Körper. Am besten werden die Portionsgrößen langsam gesteigert. Bohnenkraut, Majoran, Rosmarin oder Kümmel verbessern ebenfalls die Verträglichkeit.

Pürieren zerstört die Zellwände von Hülsenfrüchten und macht sie leichter verdaulich. Geschälte Sorten, wie zum Beispiel rote Linsen sind leichter verdaulich, da die schwer verwertbaren Stoffe aus der Schale stammen. Bei getrockneten Hülsenfrüchten, die über Nacht eingeweicht werden, verkürzt sich nicht nur die Kochzeit, sondern mit dem Einweichwasser wird auch ein Teil der blähenden Stoffe weggegossen.

Tipp: Wenn es einmal schnell gehen muss, können Sie getrost auf ungeschälte Varianten wie rote oder Puy-Linsen zurückgreifen. Hier kann auf das vorherige Einweichen verzichtet werden. Auch Hülsenfrüchte aus Konserven eignen sich gut zum Kochen. Wer seinen Körper erst einmal an die Fülle der Ballaststoffe gewöhnt hat, fördert die Verdauung und Darmgesundheit. (BZfE)




Hätten Sie es gewusst ... Schützt warme Kleidung eigentlich vor Erkältung ...

Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der Barmer: „Für das Auftreten von einem grippalen Infekt sind krankheitsauslösende Viren oder Bakterien verantwortlich. Im Fall von Schnupfen und Co. sind das meist sogenannte Rhinoviren, die viele Menschen sowieso immer in sich tragen, oder die über Tröpfchen von Mensch zu Mensch...

» weiterlesen


Vorsicht bei billigem Modeschmuck: Ketten, Ringe und Co. können zu viel Blei und Cadmium enthalten

Im Jahr 2018 wurde preiswerter Modeschmuck, vorwiegend aus China, von den deutschen Überwachungsbehörden auf Blei und Cadmium untersucht. Ergebnis: In jedem achten untersuchten Schmuckstück (12,6 %) wurde der zulässige Grenzwert überschritten. Einige Schmuckstücke bestanden sogar fast ausschließlich aus Blei oder Cadmium. Da eine längerfristige Aufnahme hoher Schwermetallmengen zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen kann, rät das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zur Vorsicht beim Kauf von billigem Modeschmuck.

Bereits im Jahr 2015 wurde Modeschmuck im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplans (BÜp) von den Behörden in den Bundesländern auf die Schwermetalle Blei und Cadmium untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die Grenzwerte für Blei und Cadmium bei bis zu 20 % der Proben nicht eingehalten wurden. Diese Befunde wurden in den folgenden Jahren durch die Überwachungsbehörden der Länder bestätigt.

In einem Folgeprogramm wurden daher im BÜp 2018 preiswerte Modeschmuckartikel, vorwiegend auf Märkten angebotene Importware aus China, erneut untersucht. Auch hier wurden die Grenzwerte für Blei und Cadmium zum Teil deutlich überschritten. Von den 257 auf ihren Bleigehalt und den 286 auf ihren Cadmiumgehalt untersuchten Proben überschritten jeweils ca. 8 % die jeweiligen Grenzwerte. Bei einigen der insgesamt 296 untersuchten Schmuckstücke lagen die jeweils gemessenen Blei- bzw. Cadmiumgehalte sogar bei über 90 %.

Gesundheitliche Folgen

Die Verwendung von Blei und Cadmium in Schmuck ist im Chemikalienrecht stark reglementiert. Die Grenzwerte für Schmuckwaren liegen für Cadmium bei 0,01 % und für Blei bei 0,05 %, jeweils auf das Gewicht des Gesamterzeugnisses bzw. einheitliche Teile davon bezogen.

Die längerfristige Aufnahme hoher Schwermetallmengen kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Blei kann unter anderem das Nervensystem schädigen und zu Unfruchtbarkeit führen. Cadmium und Cadmiumoxid sind als krebserzeugend eingestuft. Cadmium kann weiterhin Knochen- und Nierenschäden verursachen.mBesonders gefährlich wird es, wenn Kinder solche belasteten Schmuckanhänger oder Ketten beim Spielen in den Mund nehmen, an ihnen lecken, lutschen oder auch verschlucken. Beim Kauf von Schmuck, insbesondere auch für Kinder, wird daher geraten, einen Händler des Vertrauens oder ein Fachgeschäft aufzusuchen. (BVL)




Leben mit Diabetes: Neues Informationsportal 

Etwa 7 Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes erkrankt. Wird die Diagnose Diabetes gestellt, geht es bei rund 95 Prozent der Erkrankten um Typ-2-Diabetes. Die Diagnose Typ-1-Diabetes ist wesentlich seltener und spielt nur bei rund 5 Prozent aller Menschen mit Diabetes eine Rolle.

Dies ergab eine Auswertung von Daten der bundesweiten Befragungs- und Untersuchungssurveys des Robert Koch-Instituts. Laut Schätzungen leben davon etwa 1,3 Millionen Menschen mit unerkanntem Diabetes. Aktuelle, neutrale und wissenschaftlich geprüfte Informationen rund um alle Formen des Diabetes mellitus bietet das neue Informationsportal http://www.diabinfo.de an. Erkenntnisse aus der Medizin und der Diabetes-Forschung werden allgemeinverständlich aufbereitet. Darüber hinaus beteiligt sich diabinfo.de als Organisator und Aussteller an öffentlichen Informationsveranstaltungen.

Das Diabetesinformationsportal mit seinen Unterportalen „Diabetes vorbeugen“ und „Leben mit Diabetes“ ist ein gemeinsames Angebot des Helmholtz Zentrums München, des Deutschen Diabetes-Zentrums in Düsseldorf und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung. Initiiert wurde das Portal von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die Förderung erfolgt durch die BZgA, das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). (BZfE) 

http://www.diabinfo.de




Pollenflug aktuell

Heute sind Weiden-, Birken- und Rapspollen in teils mäßigen Konzentrationen unterwegs. Hinzu gesellt sich leichter Hasel-, Erlen-, Ulmen- und Pappelpollenflug. Erste Pollen von Fliedern und Rotbuchen sind zudem unterwegs.

Hasel
Erle
Weide

Zum ausführlichen Pollenflug

Biowetter aktuell

Heute sinken Luftmassen aus größeren Höhen relativ schnell zum Boden ab. Dabei lösen sich die Wolken meist langsam auf. Es treten vermehrt Erkältungskrankheiten auf. Auch migräneartige Erscheinungen sind relativ häufig zu beobachten. Besonders bei dieser Wetterlage treten auch seelische Störungen auf.

Zum ausführlichen Biowetter