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Fördert Depressionen: Gelernte Hilflosigkeit und pessimistischer Attributionsstil

Wiederholte Misserfolgserfahrungen führen bei einigen Menschen zu Passivität. Personen, welche die Erfahrung machen, dass sie durch ihr eigenes Handeln keine positiven Konsequenzen herbeiführen können, ziehen sich schneller aus dem sozialen Leben zurück, als Menschen, die an ihre Selbstwirksamkeit glauben, und werden depressiv. Warum das so ist, erklärte Seligman mit seiner Theorie zum Entstehen von Depressionen. Mitte der sechziger Jahre entwickelte er sein berühmtes Konzept der Gelernten Hilflosigkeit.
Seligman untersuchte das Entstehen von Passivität in einem triadischen Experiment mit Hunden.

Er verabreichte den Tieren Elektroschocks, wobei einige Hunde den Schock durch eine instrumentalisierte Verhaltensweise beenden konnten. Mit der Zeit zeigten diese Tiere die gewünschte Verhaltensweise immer schneller nach Einsetzen des Schocks. Sie hatten gelernt, den negativen Reiz durch Vermeidungsverhalten zu umgehen.
Eine andere Gruppe von Tieren erhielt ebenfalls Elektroschocks. Doch sie konnten die aversiven Reize nicht durch eine bestimmte Verhaltensweise beenden. Egal, wie sie reagierten, sie konnten dem negativen Stimulus nicht entkommen. Die Dauer des Schocks konnten sie nicht beeinflussen, die Schocklänge blieb konstant. Dadurch lernten die Hunde, ihr Verhalten und den Schock als voneinander unabhängige Ereignisse wahrzunehmen.
Im Anschluss an dieses Vermeidungstraining setzte man die Tiere der beiden Gruppen einzeln in eine sogenannte „Shuttle-Box“.

Nach einem kurzen Signal wurde die eine Hälfte des Bodens unter Strom gesetzt. Die Tiere konnten dem elektrischen Schock entgehen, indem sie über eine kleine Barriere auf die andere Seite des Käfigs sprangen. „Naive Hunde“, die zuvor keiner Konditionierung unterzogen worden waren, reagierten ebenso, wie die Tiere, die gelernt hatten, das ihr Verhalten effektiv ist, dem Schock zu entgehen. Bei Ertönen des Warnsignals sprangen sie schnell über die kleine Hürde. Nach einigen Durchgängen reagierten sie immer gelassener. Sie hatten gelernt, dass sie dem negativen Reiz entgehen können und wechselten in aller Ruhe die Käfigseite.

Die Tiere, die zuvor die Erfahrung der Hilflosigkeit gemacht hatten, verhielten sich in dramatischer Weise anders. Zwar rannten sie zu Beginn ebenfalls im Käfig hin und her wie ihre Artgenossen. Doch sie lernten nicht, dem Schock durch einen Sprung über die Hürde zu entgehen. Nach wenigen Minuten legten sie sich winselnd auf den elektrisch geladenen Boden. Mit steigender Zahl von Versuchsdurchführungen verfielen die Tiere in zunehmende Passivität. Nach einiger Zeit versuchten sie in keiner Weise mehr, dem Schock durch aktives Verhalten zu entgehen.

Dieses Nachlassen der Reaktionsbereitschaft aufgrund der vorherigen Erfahrung mangelnder Kontingenz zwischen dem eigenen Verhalten und den Ereignissen der Außenwelt, bezeichnet man als „gelernte Hilflosigkeit“. Bei Menschen und Tieren kann dieses Lernmuster aktiviert werden.

Menschen, die den Eindruck haben, ihre Umwelt nicht durch ihr eigenes Verhalten kontrollieren zu können, neigen zu sozialem Rückzug und zu Antriebslosigkeit. Zudem zeigen sowohl Tiere als auch Menschen, die Hilflosigkeit gelernt haben, typische Symptome einer depressiven Störung. Sie nehmen an Gewicht ab und verlieren das Interesse an sexuellen Handlungen.

Wie schnell negative Erfahrungen bei Menschen in gelernter Hilflosigkeit münden, ist allerdings von den Kognitionen abhängig. Erst wenn das eigene Handeln als wirkungslos und damit der Reiz als unkontrollierbar erlebt wird, entsteht Passivität. In diesem Zusammenhang spielen Attributionen eine wichtige Rolle.

Attributionen sind kognitive Muster, nach denen ein Mensch die Ursachen eines Ereignisses zuschreibt. Bekommt zum Beispiel eine Schülerin in der Mathearbeit eine „sechs“, so kann sie ihr eigenes Unvermögen dafür verantwortlich machen oder sich sagen, der Lehrer könne sie nicht leiden und habe daher besonders schwere Fragen gestellt. Im ersten Fall spricht man von einer internalen Attribution. Die Schülerin hält ihr eigenes Verhalten für den entscheidenden Faktor. Im letzteren Fall wird der Misserfolg hingegen äußeren, nicht beeinflussbaren Umständen zugeschrieben. Es hat eine externale Attribution stattgefunden. Die externale Attribution von Erfolgen bei gleichzeitiger internaler Attribution von Misserfolgen entspricht dem pessimitischen Attributionsstil.

Neben der Tendenz, negative Ereignisse als selbstverschuldet zu erleben und positive dem Zufall zuzuschreiben, dominieren Globalität und Stabilität das Denken depressiver Personen. Attribuiert eine Person global, so ist sie der Ansicht, dass eine Situation nicht spezifisch ist, sondern sich auf viele Lebenslagen beziehen lässt. Lässt im Supermarkt ein global und internal attribuierender Mensch zum Beispiel aus Versehen eine Packung Eier fallen, so wird er dieses Ereignis nicht als Einmaligkeit hinnehmen, sondern es als für seine Person typisch bewerten. Er wird glauben, er habe den Karton fallen lassen, weil er ungeschickt ist und zwei linke Hände hat. Tendieren Personen dazu, Misserfolge dauerhaft internal und global zu attribuieren, spricht man von einem pessimistischen Attributionsstil.
Heute ist bekannt, das der pessimistische Attributionsstil das Entstehen von Depressionen fördert.

Das pessimistische Denken kann sich dabei soweit steigern, dass die betroffenen Personen zufällige Ereignisse, wie zum Beispiel das versehentliche Anrempeln eines Anderen in einer dicht gedrängten Einkaufszone als eigenes Verschulden werten. Die Gedanken kreisen dann um die Frage, warum er nicht ausgewichen ist. Ein pessimistischer Attributionsstil begünstigt das Erleben der eigenen Person als minderwertig und schwach.
Geprägt wird der Attributionsstil einer Person durch deren Erfahrungen mit der Außenwelt, aber auch durch ihre Persönlichkeit. Menschen, die von Natur aus zu Introversion neigen, zeigen zum Beispiel häufiger eine internale Attributionsweise.


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