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Panikstörung

Plötzlich überfiel die Frau überwältigende Angst. Wie aus heiterem Himmel geriet sie in Panik. Schweißausbruch, zitternde Hände und das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, sind typische Anzeichen einer Panikattacke. Oft haben die Betroffenen urplötzlich Angst, ihr Herz könnte versagen. Attacken überwältigender Panik sind das Charakteristikum der Panikstörung. Von einer Panikstörung spricht man, wenn bestimmte Symptome immer wieder abrupt und äußerst intensiv auftreten. Zu ihnen zählen Herzrasen, Schwitzen, Zittern, das Gefühl, zu keine Luft mehr zu bekommen und zu ersticken oder der Eindruck, gleich in Ohnmacht zu fallen oder gar zu sterben.

Menschen mit einer Panikstörung erleben während der Attacke ihre Umgebung meist verschwommen und schemenhaft. Sie fühlen sich von der Situation losgelöst und empfinden den Augenblick so, als würden sie neben sich stehen. Oft werden die körperlichen Symptome von der Angst, verrückt zu werden und die Kontrolle über sich selbst zu verlieren, begleitet. Kribbeln in Händen und Füßen und Hitze- oder Kälteschauer zählen ebenfalls zu dem Krankheitsbild. Meist dauern die Attacken einige Minuten an, und die Symptome steigern sich innerhalb der ersten Zeit.. Der Auslöser einer Panikattacke kann die Konfrontation mit angstbesetzten Situationen oder Gegenständen sein. Bei einigen Betroffenen treten die Attacken aber auch ohne erkennbaren Grund quasi aus heiterem Himmel auf.

Aus der Angst vor den Attacken heraus suchen viele Menschen mit Panikstörungen Ärzte auf, durchschnittlich siebenmal häufiger als Nicht-Betroffene. Denn oft vermuten sie hinter den Symptomen körperliche Beschwerden wie einen Herzfehler. Tatsächlich gibt es eine Reihe von Krankheiten, die ähnliche Symptome auslösen können wie die einer Panikattacke. Zu ihnen zählen Schilddrüsenerkrankungen und allgemein Herzprobleme. Bei der Diagnose der Panikstörung muss daher zunächst ausgeschlossen werden, dass Symptome wie Herzrasen oder Schwindelgefühle nicht auf eine diese Ursachen zurückzuführen sind. 

Die Angst vor den Panikattacken bestimmt einen Großteil des Lebens der Betroffenen. Sie hält oft monatelang nach dem Auftreten der ersten Attacke an. Viele der Betroffenen fürchten besonders, in öffentlichen Situationen eine Attacke zu erleiden. Momente, in denen sie sich vor anderen blamieren könnten oder keine Möglichkeit zur Flucht  vorhanden ist, meiden viele daher. Dieses Verhalten kann sich bis zu einer Agoraphobie steigern. Unter dieser Form der Angststörung versteht man die Angst, öffentliche Orte aufzusuchen. Meist entwickelt sich die Agorapobie schleichend. Wie die meisten Angststörungen wird sie durch den Mechanismus der Konditionierung erlernt. Darunter versteht man die Koppelung verschiedener Reize miteinander. Die Angst vor der Dunkelheit kann zum Beispiel durch einen nächtlichen Überfall induziert werden. Durch die zeitliche Koppelung der aversiven Erfahrung mit der Dunkelheit kann eine entsprechende Assoziation geknüpft werden, die dazu führt, dass Spaziergänge in den Abendstunden gemieden werden. Durch die Erfahrung, keine weiteren Überfälle zu durchleben, werden die Betroffenen in diesem Verhalten bestärkt. Das kann langfristig dazu führen, dass sie die Verhaltensweise generalisieren, also auf weitere Situationen, zum Beispiel dunkle Räume und die frühen Abendstunden, ausdehnen.

Zunächst meiden die Betroffenen auch im Fall der Panikstörung mit Agoraphobie oft nur vereinzelte Situationen. Durch die Erfahrung, dadurch erfolgreich verhindern zu können, in diesen Situationen eine Attacke zu erleiden, dehnen sie ihren Verhaltensradius schrittweise aus. Wurden anfangs zunächst zum Beispiel nur Marktplätze und Kaufhäuser gemieden, kann sich die Agoraphobie mit der Zeit auf sämtliche Orte ausdehnen, in denen fremde Menschen angetroffen werden können. Die Folge dieses Verhaltens liegt auf der Hand. Die Betroffenen vereinsamen zusehends und wagen sich im Endstadium der Pathogenese kaum noch aus ihrem Haus. Viele, aber nicht alle Menschen, die unter einer Panikstörung leiden, sind gleichzeitig von Agoraphobie betroffen.

Die Behandlung der Panikstörungen verläuft in vielen Fällen erfolgreich. Als besonders günstig haben sich medikamentöse und die kognitive Therapieformen erwiesen.

In den 60er Jahren erkannte man, dass die Symptome der Panikstörung durch die Gabe von Antidepressiva verringert werden können. Ursprünglich wurde diese Medikamentengruppe zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Die Wirkung gegen die Panik erklärte man sich durch die Wirkung der Medikamente auf den Noradrenalinhaushalt. Beim Noradrenalin handelt es sich um einen Botenstoff, der an der Signalverarbeitung im Gehirn beteiligt ist. Menschen mit einer Panikstörung scheinen unter einer erhöhten Noradrendalin-Aktivität zu leiden. Der Locus coeruleus ist die Region im Gehirn, in der ein Großteil des Noradrenalins produziert wird. Antidepressiva drosseln seine Produktivität. Parallel zu der Einnahme von Medikamenten kann Flooding eingesetzt werden, um die Symptome der Agroaphobie zu lindern. Beim Flooding handelt es sich um eine bewährte Therapieform zur Behandlung von Angststörungen. In ihrem Rahmen werden die Klienten gezielt mit den angstauslösenden Situationen konfrontiert. Durch das Durchleben der Angst erfahren sie, dass die Angst nicht ewig andauert, sondern sich nach einiger Zeit verringert. Diese Erfahrung wirkt sich positiv aus und nimmt den Betroffenen ihre irrationalen Ängste. Im Fall der Furcht vor der Dunkelheit kann das Flooding zum Beispiel erfolgen, indem der Betroffene zunächst in Begleitung abends spazieren geht. Mit der Zeit würde man die situativen Gegebenheiten zuspitzen, und den Betroffenen zum Beispiel auffordern, sich mitten in der Nacht alleine auf eine Parkbank zu setzen.

Als ebenfalls sehr erfolgreich zur Behandlung der Panikstörung haben sich kognitive Therapien erwiesen. Sie zielen auf die Änderung der Gedanken der Klienten. Oft achten sie extrem auf körperliche Empfindungen und neigen dazu, kleinste Signale ihres Körpers überzuinterpretieren. Diese Fehlinterpretationen werden im Rahmen von Gesprächen geklärt und dem Klienten vor Augen geführt. Zum Beispiel wird ihm erklärt, dass einige körperliche Symptome keine Gefahr darstellen und völlig normal sind. Zudem lernen sie Strategien zum effizienten Umgang mit Stress. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, während der Therapiesitzungen bewusst Panikattacken zu induzieren. Sie werden von dem Therapeuten überwacht, der mit dem Klienten Möglichkeiten entwickelt, mit diesen Situationen umzugehen und die Panik schnell zu überwinden.

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