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Thema des Monats November 2020: Stromschlag - Wann es gefährlich wird

Stromschlag - Warum nicht immer Symptome auftreten und wann es gefährlich wird

Er ist unsichtbar und begleitet uns in unserer Industriegesellschaft doch ständig: elektrischer Strom. Wir nutzen ihn tagtäglich, und die meisten von uns beschäftigen sich eher weniger damit, wie und wann Strom wirkt.

Welche Kraft Strom auf den menschlichen Körper hat, merkt man meist erst in gefährlichen Situationen, wenn ein Stromschlag droht oder es bereits zu einem Stromunfall gekommen ist.

Denn der menschliche Körper reagiert auf äußere Stromquellen. Dabei erzeugen wir selbst auch eine Art Strom in Form elektrochemischer Energie. Unsere Nervenzellen kommunizieren, indem sie ihre Spannung, genauer gesagt, die Spannung zwischen Zellinnerem und Zelläußerem, verändern. Unser Gehirn und unser Herz können daher auch schnell aus dem Takt geraten, wenn diese  elektrochemischen Signale gestört werden, indem Strom von außen in den Körper gelangt. Dass das passiert, ist gar nicht unwahrscheinlich. Und wie schnell es gehen kann weiß jeder, der aus Versehen schon einmal mit einem Weidezaun in Berührung gekommen ist: Strom kann gefährlich sein, und immer wieder gibt es Unfälle. Die meisten passieren im Haushalt. Ein häufiger Fehler im Umgang mit Strom ist, Elektrogeräte nicht auszuschalten und vom Strom zu nehmen, bevor man sie repariert oder mit ihnen anderweitig hantiert. Ein gefährliches Unterfangen ist es Beispiel, mit einem Messer oder einer Gabel zu versuchen, einen verhakten Toast aus dem Toaster zu holen. Ist der Toaster angestellt, ist das brandgefährlich.

Häufig kommt es nur zum Kurzschluss. Tatsächlich kann eine solche Aktion aber gesundheitlich richtig gefährlich werden, sobald der Strom in den menschlichen Körper gelangt und nicht schnell genug über die Erde aus ihm hinausfließt. Rein theoretisch reichen die in Europa üblichen 230 Volt einer Steckdose, um einen potenziell tödlichen Schlag zu bekommen. Wird der menschliche Körper unter Strom gesetzt, verkrampfen die Muskeln. Der Herzmuskel gehört dazu. Dementsprechend kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.

Einen Stromschlag bekommt man immer dann, wenn sich ein Stromkreis schließt, der den menschlichen Körper miteinbezieht. Das kann zum Beispiel passieren, wenn man einen Weidezaun berührt. Beim Weidezaun befindet sich ein Pol am Zaun selbst, der andere ist über einen Erdungsstab mit dem Boden verbunden. Fasst man den Zaun an und steht dabei auf der Erde, wird der Stromkreis geschlossen. Denn der menschliche Körper leitet Strom. Das Resultat ist, dass man „einen gewischt“ bekommt. Sofort lässt man den Zaun los. Da der Strom nur sehr kurze Zeit durch den Körper fließt, passiert nichts Schlimmeres. Aus dem gleichen Grund ist es übrigens auch möglich, einen Blitzschlag zu überleben.

Gefährlich wird Strom, umso länger er durch den menschlichen Körper fließt. Außerdem spielt neben der Stromstärke selbst die Spannung eine Rolle. Ein Weidezaun hat zwar eine recht hohe Spannung, aber nur wenige Ampere, so dass das Berühren nicht lebensgefährlich ist. Außerdem geben Weidezaungeneratoren nur etwa alle 1,3 Sekunden einen Stromimpuls ab. Der Strom, der auf den Körper auftrifft, ist zeitlich also sehr begrenzt. Muskeln verkrampfen erst, wenn sie länger unter Strom gesetzt werden, genauer gesagt etwa drei Sekunden oder mehr. Gerät dann das Herz aus dem Takt, kann Kammerflimmern auftreten. Das Herz schlägt also unkoordiniert und so schnell, dass der Körper nicht mehr ausreichend mit Blut und damit Sauerstoff versorgt wird. Ein Herz-Kreislaufstillstand droht. Außerdem kann die Lungenmuskulatur verkrampfen, was zu Atemstillstand führen kann. Bei Hochspannung entstehen zudem schwere Verbrennungen der Haut.

Krampfen die Muskeln erstmal zusammen, kann es passieren, dass die Stromquelle nicht mehr losgelassen werden kann, und der Betroffene dem Strom weiter hilflos ausgesetzt ist, meist mit fatalen Folgen: Bei längerer Wirkdauer können schon 20 Milliampere bedrohlich werden. Im Haushalt arbeiten viele Geräte mit einer Spannung von 230 Volt. Sicherungen lassen meist bis zu 16 Ampere Strom zu. Dadurch kann oft Schlimmeres vermieden werden: steckt man also leichtsinnigerweise eine Gabel in den angeschalteten Toaster oder wirft den laufenden Fön in die Badewanne, haut es mit hoher Wahrscheinlichkeit die Sicherung heraus. Aber darauf sollte man sich natürlich nicht verlassen, und solche gefährlichen Situationen nach Möglichkeit gar nicht erst heraufbeschwören. Glühbirnen wechseln, Elektrokleingeräte selbst reparieren oder Stromkabel flicken – Gefahren lauern im Haushalt überall.

Wer einen Stromschlag bekommen hat, sollte bei Symptomen wie Atemnot, Herzrasen oder Unwohlsein sofort einen Notarzt rufen. Ersthelfer sollten versuchen, den Stromkreis zu unterbrechen, sofern dieser noch besteht. Allerdings sollte man sich keinesfalls selbst auch noch in Gefahr bringen und den Betroffenen nicht berühren, solange er „unter Strom“ ist.

Also als erstes: Stromkreis unterbrechen, also Stecker ziehen, Geräte ausschalten, Sicherungen herausnehmen. Bei Unfällen mit Hochspannung muss der Betreiber informiert werden. In solchen heftigen Fällen muss das zuständige Kraftwerk den Strom abstellen und die Bergung der Verletzten einleiten.

Auch bei einem nur leichten Stromschlag kann es sinnvoll sein, den Rettungsdienst anzurufen oder anderweitig ärztlichen Rat einzuholen, da auch noch Stunden später Symptome wie Herzrhythmusstörungen auftreten können, wenn das Herz-Kreislaufsystem aus dem Takt geraten war. Bei ganz kleinen Stromschlägen hingegen muss man sich keine Sorgen machen. Hierzu zählen zum Beispiel die kleinen elektrostatischen Entladungen, die man manchmal spürt, wenn man zum Beispiel eine Türklinke anfasst. Sie sind völlig harmlos.

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