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Alternativen zum Töten von Küken

Da sie zum Eierlegen nicht taugen, werden in Deutschland männliche Küken in Legebatterien nach wie vor getötet. Denn es gibt verschiedene Zuchtlinien für die Eier- und die Fleischproduktion. Männliche Tiere aus der Eierproduktionslinie setzen zu wenig Fett an und sind daher nicht lukrativ. Schätzungen zufolge werden daher jedes Jahr allein in Deutschland ca. 45 Millionen Küken getötet – vergast, geschreddert.

Nach aktuellem Stand könnte das Kükentöten Ende des Jahres verboten werden. Doch welche Alternativen gibt es? Aktuell versuchen verschiedene Forschungsteams mögliche Lösungen zu erarbeiten. Ein Ansatz ist, per Infrarot bereits beim Ei das Geschlecht des späteren Kükens erkennen zu können. Das Ganze nennt sich „Nah-Infrarot-Raman-Spektroskopie“. An der TU München setzen Forscherinnen und Forscher auf die Kernspintomografie (MRT). Auch hier ist die Idee, möglichst früh das spätere Geschlecht erkennen zu können, so dass die Eier mit männlichen Anlagen nicht ausgebrütet werden.

Auch andere Methoden sehen vor, dass Geschlecht der Tiere bereits vor dem Schlüpfen zu identifizieren. Das Problem wird dadurch allerdings nicht komplett gelöst, sondern quasi nach vorne verlagert, so dass man die Eier entsorgt, und nicht erst die geschlüpften Küken.

Eine echte Alternative wären „Zweinutzungshühner“, also Züchtungen, die sich sowohl für Eierlegen als auch Mast per se eignen. Die männlichen Tiere könnten dann immerhin noch zu Fleisch weiterverarbeitet werden. Aktuell dauert die Mast dieser Tiere aber mehr als dreimal so lange. Zudem ist das Fleisch dieser „Bruderhähne“ vergleichsweise zäh. Solange wir Verbraucher nicht mehr für Fleisch und Eier zahlen wollen, wir das Problem wohl zu Lasten des Tierwohls gelöst.


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